Welche Katzenstreu ist gut gegen Geruch?
Katzen sind äußerst reinliche Tiere. Das sieht man schon daran, dass sie einen Großteil des Tages mit der intensiven Fellpflege beschäftigt sind. Besonderen Wert legen die Schnurris aber auch auf ihren Toilettengang. Katzen verscharren ihre Hinterlassenschaften. Deshalb ist ein entsprechendes Katzenklo mit einer geeigneten Katzenstreu Pflicht für jeden Liebhaber der Samtpfötchen. Das Problem ist nur: Die „Geschäfte“ von Katzen können einen ganz schön üblen Geruch verströmen. Was hilft, ist eine Katzenstreu, die die Gerüche aufnimmt und sie neutralisiert.
Verschiedene Arten von Katzenstreu
Es gibt diverse Varianten von Katzenstreu, wie zum Beispiel Silikatstreu, Klumpstreu, mineralische Katzenstreu oder auch pflanzliche Streu. Eine weitere Unterscheidung erfolgt anhand von zugesetzten Duftnoten zur Geruchsüberdeckung oder neutralisierenden Inhaltsstoffen wie Aktivkohle.
Sie alle unterscheiden sich in Material und Klumpfähigkeit. Eine hochwertige Katzenstreu, egal ob aus Pflanzenfasern, Bentonit oder Silikat, sollte vor allem drei Eigenschaften aufweisen: Sie sollte saugfähig sein, Gerüche effektiv binden und möglichst wenig Staub abgeben.
Katzenstreu im Überblick:
- Biostreu: Katzenstreu, die aus pflanzlichem, organischem Material besteht, wird aus einer Vielzahl von Pflanzenfasern hergestellt. Das kann Zellulose, Stroh, Heu oder Holz sein. Diese Streu ist umweltfreundlich, da sie kompostierbar ist und leicht auf dem Kompost oder in der Biotonne entsorgt werden kann.
Trotz ihres geringen Gewichts besitzt Biostreu eine hohe Saugkraft, da die Pflanzenfasern die Flüssigkeit effizient aufnehmen. Zudem ist diese Katzenstreu staubarm und frei von chemischen Zusätzen, da die natürlichen Pflanzenfasern unangenehme Gerüche auf natürliche Weise binden. Sie bildet gut Klumpen und ist ergiebig.
Tipp: Besonders gut geeignet ist Biostreu für junge Katzen, denn sie knabbern gerne auch mal die Katzenstreu an. Klump- oder Silikatstreu kann schnell zu gefährlichen Verstopfungen führen!
- Mineralstreu: Mineralische Katzenstreu wird meist aus Bentonit oder natürlichem Tongestein hergestellt. Das garantiert eine hohe Saugfähigkeit und eine effektive Geruchsbekämpfung. Mineralstreu gibt es sowohl klumpend als auch nicht klumpend. Dabei variiert die Körnung von grob bis fein. Der Nachteil von Mineralstreu ist, dass es oft heftig stauben kann. Das kann nicht nur für Menschen, sondern auch für empfindliche Katzen zum Problem werden. Entsorgt wird diese Art von Katzenstreu am besten über den Hausmüll.
Tipp: Viele Katzen mögen die feinere Streu lieber. - Silikatstreu: Flüssigkeiten werden von dem feinen Kieselgel besonders schnell und sicher aufgenommen. Gerüche und Keime werden dabei im Silikat eingeschlossen, sodass sie zum größten Teil nicht in die Atemluft entweichen können.
Zwar verursachen die kleinen Kügelchen kaum Staub. Jedoch sind sie ziemlich hart, und das führt bei einigen Katzen dazu, dass sie nur widerwillig aufs Katzenklo gehen. Denn beim Verscharren ihrer Hinterlassenschaften entstehen mit dieser Katzenstreu unangenehme Geräusche.
Klumpende oder feine Katzenstreu – die Unterschiede
Bei Katzenstreu unterscheidet man auch zwischen solchen, die Klumpen bilden und solchen, die auch nach dem Gebrauch fein rieselnd bleiben. Beide Sorten haben ihre Vor- und Nachteile.
Klumpstreu bildet eine Art Ball, wenn sie mit den Hinterlassenschaften der Katze in Berührung kommt. Den kann man dann leicht mit einer Schaufel aus dem Katzenklo nehmen und entsorgen. Dabei bildet gröbere Streu größere Klumpen als die feineren Varianten.
Nicht klumpende Streu hat eine hohe Saugkraft. Sie schließt den Urin der Katze – und damit die Gerüche – ein und hält die Katzentoilette trockener.
Wie oft muss die Katzenstreu gewechselt werden?
Wie oben schon erwähnt, sind Katzen sehr auf Sauberkeit und Hygiene bedacht. Eine ungepflegte Katzentoilette mögen sie gar nicht. Da kann es schon mal passieren, dass die kleinen Prinzen und Prinzesschen sich einfach weigern, auf ihr persönliches „stilles Örtchen“ zu gehen. Ihre Hinterlassenschaften legen sie dann manchmal da ab, wo wir Menschen sie auf keinen Fall haben wollen.
Das hat nichts mit mangelnder Reinlichkeit oder gar Boshaftigkeit der Katze zu tun – sondern eben mit ihrem Bedürfnis nach einer sauberen Toilette!
Aus diesem Grund muss die Katzenstreu regelmäßig entsorgt werden. Wie häufig das geschehen sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Leben im Haushalt mehrere Katzen, muss deren Toilette logischerweise öfter gesäubert werden. Auch die Art der Katzenstreu spielt eine Rolle.
Eine nicht klumpende Streu muss öfter gewechselt werden als eine klumpende Streu. Letztere kann man täglich recht einfach „klumpenweise“ mit einer Schaufel herausnehmen und entsorgen. Die Menge, die entnommen wurde, kann dann einfach frisch aufgefüllt werden. Grundsätzlich sollte die Katzentoilette je nach Höhe des Randes immer mit einer ungefähr sieben bis zehn Zentimeter dicken Schicht aus Streu gefüllt sein. Der gesamte Inhalt sollte alle zwei bis drei Wochen komplett ausgetauscht und die Katzentoilette gereinigt werden.
Wird eine nicht klumpende Streu verwendet, möchten Katzen ihre Toilette mindestens einmal in der Woche vollständig gereinigt haben.
Das heißt, dass dann die gesamte Katzenstreu entsorgt und die Toilette gut ausgewaschen wird. Über die frische Katzenstreu freut sich unser geliebter Stubentiger dann umso mehr.
Was, wenn die Katzenstreu trotzdem stinkt?
Um es vorweg zu sagen: Hat die Katze ihr Geschäft verrichtet, dann riecht es nun mal. Zwar kann die richtige Katzenstreu einiges an dem teils stark nach Ammoniak riechenden Urin aufsaugen. Alles aber lässt sich einfach nicht aus der Luft filtern.
Dann ist die Versuchung groß, schnell mal nach den verschiedenen Duftprodukten aus dem Handel zu greifen. Diese sollen die Geruchsbildung in Katzentoiletten verhindern oder reduzieren.
Aus Katzensicht sind solche Zusätze aber mit etwas Vorsicht zu genießen!
Denn letztendlich riecht es in der Nähe der Katzentoilette für uns Menschen dann zwar etwas angenehmer. Doch Katzen haben ein viel feineres Geruchsempfinden als wir. Die duftenden Zusätze in der Katzenstreu können für sie unangenehm und stechend sein.
Eine Alternative: Aktivkohle, unter die Katzenstreu gemischt, bindet die Gerüche und kann sogar die Saugfähigkeit der Streu verbessern.