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Nass oder trocken – welches Hundefutter ist besser?

Beim Thema „richtiges Hundefutter“ gibt es so viele Meinungen, wie es Produkte für die Ernährung der Vierbeiner gibt. Die einen schwören auf Trockenfutter, die anderen auf Nassfutter. Wieder andere „barfen“ und einige füttern ihren Hund sogar ausschließlich mit den Essensresten der Menschenküche. Aber welche Art Hundefutter ist nun eigentlich die beste? Wir haben die Antwort! Lesen Sie hier alles über die Unterschiede sowie die Vorteile und Nachteile von Nass- und Trockenfutter.

Die Unterschiede der beiden Sorten von Hundefutter

Hauptsache, der Hund ist satt und zufrieden? Wer so denkt, hat nicht wirklich viel Ahnung von den Bedürfnissen der treuen Fellnasen. Denn gutes Hundefutter füllt nicht nur den Magen, sondern liefert auch wertvolle Nährstoffe und Energie.

Dabei unterscheiden sich Trocken- und Nassfutter ganz erheblich voneinander. Hauptsächlich unterscheiden sich diese beiden Varianten durch ihren Wassergehalt. Während dieser beim Nassfutter bei etwa 85 Prozent liegt, enthält Trockenfutter nur höchstens 12 Prozent Wasser. Hier muss also unbedingt ausreichend Wasser zusätzlich bereitgestellt werden!

Je nach Hundefutter reagiert auch die Verdauung des Vierbeiners unterschiedlich. Hundefutter mit einem höheren Wasseranteil ist für die meisten Hunde besser zu verdauen. Allerdings kann es hierbei auch öfter zu Durchfall kommen.

Trockenfutter hat dagegen den Vorteil, dass es eine höhere Nährstoffkonzentration aufweist. Das Sättigungsgefühl beim Hund tritt dadurch schneller ein und hält meist auch länger an.

Und wie sieht es mit „Barfen“ als Hundefutter aus?

„Biologisch artgerechtes rohes Futter“ – kurz BARF – steht bei einigen Hundebesitzer*innen hoch im Kurs. Dabei bekommen die Tiere ausschließlich rohes Fleisch, Fisch, frische Innereien und Knochen als Hundefutter. Manchmal wird diese Ernährungsweise, die auf den ersten Blick der von Wölfen oder Wildhunden entspricht, mit rohem Gemüse, Obst oder Nüssen ergänzt.

Viele Fachleute sehen das Barfen allerdings mit eher kritischen Augen. Zu viel rohes Fleisch als Hundefutter kann zu einem Überschuss an Protein führen. Dadurch besteht die Gefahr von Leber- und Nierenschäden. Das Mehr an Bindegewebe in der Nahrung kann zudem zu Blähungen und Verdauungsproblemen führen.

Neben Fleisch benötigt ein Hund eben auch Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. In den meisten Fällen wird dieser Bedarf nicht gedeckt, wenn ausschließlich Rohfutter zum Einsatz kommt. Die Folge kann eine schleichende Mangelernährung sein, die zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen kann.

Hundefutter – Vorteile und Nachteile von nass und trocken

Bei der Entscheidung, ob das Hundefutter nass oder trocken sein soll, kommt es in erster Linie auf eines an: das Wohlbefinden des Hundes!

Denn jeder Vierbeiner hat seine ganz persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse. Der eine lässt das Trockenfutter mit einem vorwurfsvoll-fragenden Blick einfach links liegen, während der andere selbst das leckerste Nassfutter verschmäht.

Auch der Alltag der Fellnase sowie die individuelle Verdauungsarbeit spielen bei der Gabe des Hundefutters eine Rolle. Ein Hund, der sehr agil ist und den Tag über eine Menge Kraft braucht, benötigt ein reichhaltigeres Futter als ein gemütlicher „Faulpelz“. Ältere Hundesemester brauchen mehr Vitamine in ihrem Hundefutter, während bestimmte Rassen einen erhöhten Kalziumbedarf haben.

Und dann kommt es natürlich auch noch auf die Verträglichkeit an, darauf also, wie stabil der Magen-Darm-Trakt des Hundes ist. Mancher neigt dazu, schnell Durchfall zu bekommen – hier wäre mehr Trocken- als Nassfutter angebracht. Ein anderer Hund wiederum tut sich hin und wieder schwer mit dem „Häufchen-Legen“, weswegen er dann mehr Hundefutter mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt benötigt.

Da heißt es ganz einfach: Beobachten und dementsprechend das Hundefutter zusammenstellen!

Ungeachtet der persönlichen Vorlieben von Hund und Halter*in aber gibt es doch einige ganz grundsätzliche Vorteile und Nachteile beim Trockenfutter beziehungsweise Nassfutter.

Das sind die Vorteile von trockenem Hundefutter

  • Es ist lange haltbar.
  • Die Dosierung ist einfacher.
  • Meist ist es preiswerter als Nassfutter.
  • Es riecht weniger streng.

Nachteile von Trockenfutter

  • Oft enthält es Konservierungsstoffe, die die Darmflora stören können.
  • Weniger Wasser bedeutet, dass Trockenfutter schwerer verdaulich ist.
  • Fast immer enthält es auch einen gewissen Anteil an Getreide.
  • Bei einigen Hunden kann es Allergien auslösen.

Nasses Hundefutter hat viele Vorteile

  • Es enthält meist genügend Nährstoffe.
  • Der hohe Wassergehalt fördert die Verdauung.
  • Viele Produkte werden ohne künstliche Zusätze angeboten.
  • Vor allem ältere Hunde können es leichter kauen.

Auch beim Nassfutter gibt es Nachteile

  • Nassfutter ist nicht so lange haltbar.
  • Es ist teurer als Trockenfutter.
  • Die genaue Dosierung fällt oft schwerer.
  • Viele Hunde bekommen dadurch Mundgeruch.

Fazit: Die Wahl des richtigen Hundefutters hängt von vielen Faktoren ab

Die Entscheidung, ob Nassfutter oder Trockenfutter als Hundefutter zu geben, hängt also davon ab, was der Hund braucht – und was Herrchen oder Frauchen mögen.

Natürlich sollte man darauf achten, seinem besten Freund und Begleiter hochwertiges Hundefutter anzubieten, das zu den Anforderungen des Tieres passt. Der Hund muss mit allen lebenswichtigen Nährstoffen in der richtigen Menge und im passenden Verhältnis zueinander versorgt werden.

Auch gibt es futtersensible Hunde, bei denen mehr auf die Ernährung geachtet werden muss und robustere Naturen, die alles fressen und verdauen. Akzeptanz und Verträglichkeit sind entscheidend bei der Wahl des Hundefutters. In vielen Fällen ist eine Mischfütterung aus Trocken- und Nassfutter der richtige Weg.