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Mit dem Hund im Auto unterwegs – so fährt der Vierbeiner sicher mit

Mal eben zur Tobestunde in den Wald oder runter an den See. Wer denkt bei solch oft kurzen Strecken schon daran, den Hund im Auto richtig zu sichern? Doch leider kann eine solche Fahrlässigkeit ruck, zuck in einer Katastrophe enden! Denn für den geliebten Vierbeiner auf der Rückbank oder gar vorne auf dem Beifahrersitz passt kein normaler Sicherheitsgurt und auch der Airbag ist ziemlich wirkungslos. Deshalb gilt für jede Fahrt mit dem besten Freund des Menschen: safety first, Sicherheit geht vor!

Das sagt das Gesetz zum Hund im Auto

Laut Straßenverkehrsordnung gilt ein Hund im Auto als Ladung. In Paragraf 22 StVO steht geschrieben, dass die Ladung in einem Fahrzeug auch bei einer Vollbremsung oder plötzlichen Ausweichmanövern nicht verrutschen, umfallen oder den Fahrer beziehungsweise die Fahrerin behindern darf.

Ist der Hund im Auto also nicht gesichert, kann das zu einem Verwarnungsgeld von 35 Euro führen, bei einer Gefährdung des Straßenverkehrs sogar zu 60 Euro und einem Punkt in Flensburg. Und wird etwa durch den plötzlich ins Lenkrad springenden Vierbeiner ein Unfall verursacht, steigt die Strafe auf 75 Euro und einen Punkt. Im schlimmsten Fall droht sogar eine Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Achtung: Die Kaskoversicherung zahlt nicht für Schäden, die durch einen ungesicherten Hund im Auto verursacht wurden!

Auch der Hund soll die Fahrt im Auto genießen

Ob mit dem Hund in den Urlaub, zum Verwandtenbesuch oder eben zur Lieblings-Gassi-Stelle: Transportieren Sie einen Hund im Auto, sollten sowohl Sie selbst als auch Ihre Fellnase ruhigen Gewissens die Fahrt genießen können.

Zum Glück gibt es eine ganze Reihe von Sicherheitssystemen, die sowohl Vierbeiner als auch Zweibeiner im Fall der Fälle schützen.

  • Transportboxen sind vor allem für kleinere Hunde bestens geeignet. Meist bestehen sie aus Kunststoff, einige auch aus Metall, und bieten ein gutes Maß an Sicherheit zum kleinen Preis. Optimal sind sie im Kofferraum eines Kombis oder im Fußraum des Wagens verstaut. Auf der Ladefläche etwa bei einem Kombi sollten die Boxen zusätzlich mit Gurten befestigt werden, da sie sonst bei Ausweich- oder Bremsmanövern unkontrolliert herumschleudern. Wichtig: Die Hundebox muss dem Hund ausreichend Platz zum Liegen und Sitzen bieten und einen ungehinderten Luftaustausch garantieren.
  • Autositze speziell für Hunde können am Rück- oder Beifahrersitz des Autos angebracht werden. Geeignet sind sie ebenfalls für kleine Hunde im Auto, aber auch mittelgroße Exemplare genießen damit die Fahrt. Fixiert werden diese Sitze in der Regel mit einem Gurtsystem oder einer Isofix-Halterung. Ein passendes Brustgeschirr und der Gurt sorgen für einwandfreie Sicherheit.
  • Sicherheitsgurte in Kombination mit einem speziell sicherheitsgeprüften Brustgeschirr sichern mittelgroße Hunde auf der Rückbank optimal. Sie lassen sich ganz einfach in das vorhandene Gurtsystem auf der Rückbank einklicken. Achten Sie darauf, dass das Brustgeschirr nicht zu locker sitzt, aber auch auf keinen Fall zu stramm. Vorteil dieser Systeme ist, dass der Hund im Auto noch ein gewisses Maß an Bewegungsfreiheit hat und trotzdem nicht herumgeschleudert werden kann, wenn es mal zum Ernstfall kommt.
  • Trenn-Netze oder feste Gitter, die den Kofferraum im Kombi oder Van von der Fahrgastzelle trennen, sind auch für größere Hunderassen geeignet. Sie werden normalerweise zwischen Boden und Autohimmel verankert beziehungsweise fest eingeklemmt. Mit einer entsprechenden Sicherung des Hundes auf der „Ladefläche“ bieten diese Systeme allen Insassen Schutz bei einem Unfall.
  • Softtaschen werden auf der Rückbank mit einer Isofix-Halterung befestigt. Darin liegt der Vierbeiner bequem und sicher, wenn die Taschengröße passend gewählt wurde.
  • Rücksitzbarrieren verhindern, dass der Hund bei einem Aufprall unkontrolliert nach vorne geschleudert wird. Auch hält diese die Fellnase davon ab, ungeduldig zwischen den Sitzen nach vorne zu krabbeln. Wer sich dafür entscheidet, sollte seinen Hund unbedingt zusätzlich sichern, da er beispielsweise bei einem heftigen Ausweichmanöver trotzdem noch gegen die Türen prallen kann.

5 Tipps: So gewöhnt sich der Hund im Auto an seine Transportbox

Viele Fellnasen machen zunächst ein Riesentheater, wenn sie mal in eine Transportbox sollen. Klar, diese dunkle, unbekannte Höhle wirkt auf einige Hunde erst mal beängstigend. Und wenn dann auch noch die Gittertür verschlossen wird!

Meist aber ist es recht einfach, den Hund an seine neue Transportbox zu gewöhnen. Mit unseren 5 Tipps gelingt das sicher auch Ihnen im Hund… – Verzeihung, Handumdrehen:

  1. Schon bevor das Tier zum ersten Mal in die Box kommt, sollte sie da stehen, wo sie wahrscheinlich auch in Zukunft stehen wird. Neugierige Hunde werden mit der Zeit von allein erkunden wollen, was das denn für ein obskures Ding da im Wohnzimmer ist. Scheue Charaktere gewöhnen sich auf diese Art langsam an den Anblick und den Geruch der Transportbox.
  2. Bieten Sie der Fellnase die Transportbox zu Hause in der Wohnung als gemütlichen Schlafplatz an. Statten Sie sie also mit Decken und Spielzeug aus und animieren Sie Ihren feuchtnasigen Mitbewohner, das Innere zu erforschen.
  3. Bei den ersten Autofahrten in der Transportbox erleichtert es dem Hund die Eingewöhnung, wenn die Strecken zunächst nur kurz sind. Merkt er dann, dass es schon bald immer wieder nach Hause geht, wird er die Box schnell akzeptieren und sich in ihr wohlfühlen.
  4. Während der Fahrt darf der Vierbeiner sich nicht allein fühlen. Ein Leckerli zwischendurch und ein normales „Gespräch“ mit ihm bieten ihm Sicherheit.
  5. Findet der Hund in der Box schon sein Lieblingsspielzeug oder die Kuscheldecke vor, wird er diese Entdeckung sicher mit einem Schwanzwedeln gutheißen.