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Mineralstoffe und Vitamine für Kaninchen und Nager

Weil Kaninchen, so wie viele andere Nager auch, ein ganz spezielles Verdauungssystem haben, brauchen sie jeden Tag viel Raufutter. Das Heu, die Gräser, Kräuter und Stroh helfen, die Nahrung im Magen weiter zu transportieren. Auch frisches Gemüse wie zum Beispiel Brokkoli, Spinat, Kohl, Karotten, Kohlrabi und Paprika mümmeln die kleinen Hoppelmänner gerne. Und zwischendurch ein Stückchen Obst wie etwas Apfel, Birne oder Weintrauben – und schon ist das niedliche Langohr rundum zufrieden. Aber bleibt es damit auch gesund und ist es ausreichend mit allem versorgt, was der kleine Körper so braucht? Nein, nicht unbedingt! Denn in den meisten Fällen sind auch zusätzliche Mineralstoffe und Vitamine für Kaninchen wichtig. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

Fertiges Futter hat oft zu wenig Vitamine für Kaninchen

Meistens geben Kaninchenliebhaber ihren Fellnasen Mischfutter aus dem Handel oder speziell für Kaninchen hergestellte Pellets. Das ist auch gut so – aber in den allermeisten Fällen nicht genug! Denn diese Futtermittel enthalten oft zu wenig Mineralstoffe und Vitamine für Kaninchen und andere Nager.

So fehlen in diesen Mischungen häufig bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe, die wichtig für die Gesundheit unserer kleinen Lieblinge sind. Andere Substanzen wiederum sind oft zu viel enthalten. Zum Beispiel auch eigentlich notwendige Vitamine, die im Übermaß jedoch wieder ungesund sein können.

Vor allem sind es im industriell hergestellten Futtermittel die synthetischen, also künstlichen Vitamine für Kaninchen, die zu Problemen führen können.

Generell müssen wir bei den Vitaminen zwischen wasserlöslichen und fettlöslichen unterscheiden, um zu verstehen, was in welcher Menge gut für Kaninchen, Hamster, Ratten und Co. ist.

  • Zu den fettlöslichen gehören die Vitamine A, D, K und E.
  • Wasserlösliche Vitamine sind C, B1, B2, B5, B6 und B12.

Das bewirken die verschiedenen Vitamine für Kaninchen

Fettlösliche Vitamine werden vom Kaninchen im Körper gespeichert und nach und nach verarbeitet und verwertet. Werden dem Nager jedoch zu viel dieser Vitamine verabreicht, sammeln sie sich gewissermaßen an – und das kann zu gesundheitlichen Problemen führen!

Ein Zuviel an Vitamin A beispielsweise kann unter anderem zu Schäden an den Knochen des Nagers führen.

Vitamin D kann bei einer Überdosierung schwere Schäden an den Knochen, den Nieren, der Lunge und dem Herzen hervorrufen. Außerdem droht eine Gefäßverkalkung.

Die wasserlöslichen Vitamine für Kaninchen wiederum werden mit dem Harn ausgeschieden. Nur ein Bruchteil verbleibt im Körper. Eine Überdosierung ist damit erstmal ausgeschlossen. Außer natürlich, wir Menschen meinen es zu gut mit unserem kleinen Hoppelmann und geben viel zu viel an solchen Vitaminen für Kaninchen als Nahrungsergänzung.

Anders als wir Menschen können Kaninchen Vitamin C und die B-Vitamine übrigens selbst in ihrem Körper herstellen. Sollte es ausnahmsweise mal zu einem Mangel kommen, fressen die Kleinen oft den speziellen Blinddarmkot und beugen so Schäden vor.

Bitte nicht vergessen: Mineralstoffe für Kaninchen und andere Nager

Neben den Vitaminen brauchen die kleinen Langohren auch bestimmte Mineralstoffe, um ein gesundes und vor allem langes Leben zu führen.

Der wichtigste Mineralstoff ist dabei das Kalzium. Zusammen mit Vitamin D (das übrigens zur Genüge gebildet wird, wenn die Hoppelmänner oft nach draußen unter den freien Himmel kommen) sorgt es für robuste Knochen und starke Muskeln.

Kalzium findet sich vor allem in frischem Futter wie Möhrengrün, Löwenzahn, Brokkoli und den Blättern von Kohlrabi.

Aber Vorsicht! Bekommen Kaninchen zu viel Kalzium, kann auch das die Gesundheit beeinträchtigen! Nierenprobleme, Harngrieß oder Blasensteine können die Folge sein.

Vitamine für Kaninchen: So sieht die Top-Ernährung aus

Damit es Ihrem kleinen Liebling an nichts fehlt, kommt es also auf die richtige Menge an Inhaltsstoffen im Futter an.

Folgende Formel ist in der Regel die beste Wahl bei der Futterzusammensetzung und enthält die richtige Menge an Vitaminen für Kaninchen:

  • Etwa 80 % des Futters sollte aus Heu und Gras (frisch oder getrocknet) bestehen. Dadurch erhalten Kaninchen genügend Ballaststoffe und weitere Nährstoffe. Außerdem nutzt das Haustier mit dem Raufutter gleichzeitig seine Zähne ab, sodass sie nicht überwachsen.
  • Ungefähr 10 % des Kaninchenfutters sollte aus geeignetem Gemüse bestehen. Für ein ausgewachsenes Tier heißt das etwa 2 Tassen frisches Grünzeug am Tag. Zwergkaninchen sollten nicht mehr als 1 Tasse Gemüse bekommen.
  • Je 5 % an Pellets und Obst vervollständigen dann die gesunde Ernährung der Nagetiere. Mehr könnte eher schaden, da vor allem viele Obstsorten jede Menge Fructose, also Zucker, enthalten. Die Folgen wären – wie bei uns Menschen – Übergewicht, Verkalkungen und Diabetes.

Tabu für Kaninchen sind übrigens Samen, Nüsse, Bohnen, Mais und Kartoffeln. Das empfindliche Verdauungssystem der Nager kommt mit dieser Nahrung absolut nicht zurecht. Ernsthafte Probleme wären also vorprogrammiert!