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Macht ein Katzengeschirr Sinn?

Wenn Katzenbesitzer ein Katzengeschirr nebst dazugehöriger Leine kaufen, denken wohl nur die wenigsten daran, mit ihrem kleinen Liebling Gassi zu gehen wie mit einem Hund. Vielmehr hat ein Katzengeschirr die Aufgabe, die Samtpfote schützend zu sichern. Das kann in den unterschiedlichsten Situationen nötig sein. Lesen Sie hier, wann ein Katzenhalsband, ein Katzengeschirr und eine entsprechende Katzenleine absolut sinnvoll sind.

In diesen Fällen ist ein Katzengeschirr eine prima Sache

Die Katze oder den Kater draußen an der Leine zu führen, ist nur eines von vielen Einsatzgebieten für ein Katzengeschirr. Und das gilt sowohl für Freigänger als auch für reine Wohnungskatzen.

  • So kann man beispielsweise der Fellnase auch dann ab und zu mal einen Freigang ermöglichen, wenn man keinen eigenen Garten besitzt oder mit dem Tier in einer Etagenwohnung lebt.
  • Auch der Weg zum Tierarzt kann mit einem Katzengeschirr angenehmer für die Fellnase gestaltet werden. Denn in einer Transportbox fühlen sich viele Katzen unwohl, sie werden unsicher, verängstigt, manchmal sogar aggressiv. Im Katzengeschirr jedoch auf der Rückbank des Autos richtig gesichert, können viele Katzen die Fahrt entspannter genießen.
  • Gerade bei Kitten, also sehr jungen Katzen, kann ein Katzengeschirr ebenfalls ein hohes Maß an Sicherheit bieten – und zwar sowohl für das Tier als auch für den Halter! Denn machen die kleinen Fellknäuel ihre ersten Entdeckungstouren unter freiem Himmel, droht dort auch so manche Gefahr. Diese lassen sich mit einem Katzengeschirr und einer Leine wunderbar ausschalten, denn die „Katzenmama“ oder der „Katzenpapa“ sind ja dabei und haben ein wachsames Auge auf ihren Goldschatz.
  • Ein weiteres Argument für ein passendes Katzengeschirr ist auch der Vogelschutz. Der rückt in den vergangenen Jahren immer mehr in den Fokus. Einige Gemeinden haben inzwischen sogar ein Verbot für Freigängerkatzen während der Brutzeit ausgesprochen. Gesichert mit einer Laufleine jedoch kann die Katze dennoch im eigenen Garten die frische Luft genießen, ohne zum Beispiel die Gelege von Brutvögeln zu stören.
  • Und dann gibt es noch die Katzenliebhaber, die ihr Tier auch während des Urlaubs bei sich haben möchten. Damit die Katze in der fremden, für sie ungewohnten Umgebung nicht verlorengeht, macht es auch in diesem Fall unbedingt Sinn, „Schnurri“ und „Tigerchen“ mit einem Katzengeschirr von allzu wagemutigen Ausflügen abzuhalten.

Mit dem passenden Katzengeschirr fühlt sich das Tier wohl

Bei der Auswahl des Geschirrs für die Katze sind zwei Punkte entscheidend: Sicherheit und Passform!

Das heißt, dass sich das Katzengeschirr oder das Katzenhalsband quasi an den Körper anschmiegen, ohne dass sie verrutschen, einengen oder sich lösen können. Vor dem Kauf der entsprechenden Ausrüstung muss die Katze also erst einmal vermessen werden. Hierbei kommt es auf den jeweiligen Umfang von Hals und Bauch an sowie auf die Länge des Oberkörpers. Mit diesen Maßen kann dann ein Katzengeschirr gewählt werden, das zur entsprechenden Größenangabe passt.

Und keine Sorge, wenn gerade der Hals- und der Bauchumfang nicht hundertprozentig passen. Die meisten Geschirre und Leinen lassen sich problemlos weiter beziehungsweise ein bisschen enger einstellen.

Wichtig ist aber auch die Form des Katzengeschirrs

  • Brustgeschirr: Solche Modelle verfügen über einen breiten, oft angenehm gepolsterten Teil, der über den Brustkorb der Katze verläuft. Sie haben den Vorteil, dass Zug, der etwa durch die Katzenleine ausgeübt wird, direkt auf die Brust gelegt wird und dadurch angenehmer für das Tier ist. Auch können sich die kleinen Entfesselungskünstler meistens viel schwieriger selbst aus dem Katzengeschirr befreien.
  • Halsgeschirr: Dabei handelt es sich im Grunde um ein Katzenhalsband, das über einen eher schmalen Gurt zwischen den Schulterblättern mit einem Bauchgurt verbunden ist. Diese Art von Geschirr eignet sich eher für ruhigere Katzen, die zum Springen und Losrennen eher wenig Lust haben. Denn ein solches Katzengeschirr mit Leine birgt die Gefahr, dass dem Tier bei einem plötzlichen Ruck die Luft abgeschnürt wird.

Etwas zum Material des Katzengeschirrs

Es lohnt sich, für das richtige Katzengeschirr ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen. Viele Geschirre bestehen aus sehr dünnem Leder oder gar Lederimitat. Das ist schon nach wenigen Ausflügen abgenutzt und unansehnlich. Außerdem können Billig-Geschirre schnell reißen, sodass das Thema Sicherheit meist kaum gegeben ist.

Besser ist ein Katzengeschirr aus Nylon oder einem Material, das ähnlich weich und zugleich robust ist. Und je breiter und besser gepolstert der Riemen ist, desto angenehmer ist das Geschirr für die Fellnase. Perfekt für die Dämmerungszeit ist ein reflektierender Riemen.

Das Katzengeschirr sicher verschließen

Auch beim Verschluss des Katzengeschirrs gibt es unterschiedliche Varianten:

  • Klickverschluss: Dieser hat den Vorteil, dass er sich kinderleicht bedienen lässt. Das Geschirr für Katzen ist im Handumdrehen angelegt und fixiert. Der Nachteil ist allerdings, dass der harte Plastikverschluss stören kann. Liegt das Katzengeschirr zu eng an, kann er drücken und Schmerzen bereiten.
  • Klettverschluss: Für die Katze ist dies manchmal die bequemere Variante. Auch hier ist das Tier mit wenigen Handgriffen gesichert. Beim Katzengeschirr mit Klettverschluss ist aber unbedingt darauf zu achten, dass die Klettfläche groß genug ist und aus hochwertigem Material besteht, weil sie sich sonst bei den oft ruckartigen Bewegungen der ansonsten geschmeidigen Tiere löst. Und Achtung: Manche Katzen erschrecken beim Geräusch, das der Klettverschluss beim Öffnen macht!