Katzenklappe einbauen – so klappt’s!
Freigänger-Katzen sind ja gewissermaßen eine Spezies für sich. Sie haben einen starken Willen und wollen tun, was sie wollen. Immer. Überall. Das heißt, dass sie auch nach draußen gehen wollen, wann es ihnen beliebt. Um ihnen dabei zu helfen (und nicht selbst immer entnervt aufstehen zu müssen …), ist eine Katzenklappe oder Katzentür genau das Richtige. Wie sie funktioniert, was dabei zu beachten ist und welche Arten es gibt, erfahren Sie hier.
Darum lieben die Samtpfötchen ihre Katzenklappe
Klar, Katzen lieben es, auf der Fensterbank zu liegen und die warmen Sonnenstrahlen zu genießen. Auch der Schoß von Herrchen oder Frauchen wird gerne für ein paar von wohligem Schnurren begleitete Streicheleinheiten genommen.
Irgendwann aber will die Katze auch ihren natürlichen Instinkten nachgehen und ihr Revier draußen inspizieren. Was gibt es da Neues, welchen vierpfotigen Kollegen kann man da begegnen? Nicht zuletzt verrichten und verscharren viele Katzen ihr Geschäft lieber draußen als auf ihrer Katzentoilette. Das Beste, was es dann gibt, ist eine gut funktionierende Katzenklappe.
Dadurch ist es dem Tier möglich, beide Welten – drinnen und draußen – ganz in seinem Sinn zu nutzen. Wenn die Halter es erlauben, sogar nachts, was für viele Felidae das Größte ist. Schließlich sind sie von Natur aus eher nacht- oder dämmerungsaktiv, auch wenn die meisten sich dem Rhythmus ihrer Menschen anpassen.
Diese Arten von Katzenklappen gibt es
Beim Kauf einer Katzenklappe stehen die Tierliebhaber vor der Qual der Wahl. Grundsätzlich gibt es drei hauptsächliche Arten, die sich von der Funktion und vom Einbau her voneinander unterscheiden:
Manuelle Katzenklappen
Die häufigste Variante der Katzentür schwingt auf und zu, sobald die Katze hindurch will. Der Einbau ist relativ einfach, auch in Terrassen- oder Glastüren.
Nachteile einer manuellen Katzenklappe können sein:
- Auch fremde Katzen können einfach eindringen.
- Einbrecher können so leichtes Spiel haben.
- Es kann zu Kältezug im Haus kommen.
- Einige solcher Katzentüren klappern hörbar beim Gebrauch oder bei starken Windböen.
Katzenklappen mit Magnet
Hierbei verhindert ein mehr oder weniger starker Magnet, dass die Katzenklappe stets ein wenig geöffnet bleibt. Auch Windböen können dieses Modell nicht so einfach auf- und zuklappen lassen.
Allerdings fällt es auch hierbei fremden Katzen (und anderen Tieren) leicht, ins Haus zu kommen. Außerdem sind die Magnete manchmal so schwach, dass sie einem stärkeren Windzug nicht standhalten.
Ein weiterer Nachteil ist, dass einige Katzen die Katzenklappe nicht nutzen, weil sie ihnen zu schwer aufgeht.
Mikrochip-Katzenklappe
Diese moderne Variante der üblichen Katzentür liest den Mikrochip der Katze aus, der ihr unter der Haut implantiert oder von ihr am Halsband getragen wird. Dadurch ist es möglich, dass sich die Zaubertür nur für diese eine Katze öffnet – alle anderen müssen draußen bleiben!
Manche Modelle lassen sich auch für mehrere Chips – also Katzen – programmieren und so einstellen, dass die Samtpfote entweder nur raus oder rein kann. Auch festgelegte „Öffnungszeiten“ lassen sich bei vielen Modellen recht einfach programmieren.
Ist der Einbau einer Katzenklappe nur etwas für Profis?
Im Prinzip kann jeder, der über entsprechendes Werkzeug und handwerkliches Geschick verfügt, eine Katzenklappe in der Zimmertür oder dem Fenster einbauen.
Einige grundlegende Dinge sollten dabei beachtet werden:
- In Mietwohnungen oder -häusern muss der Vermieter vor dem Einbau um Erlaubnis gefragt werden.
- Soll die Katzenklappe in einer Glastür oder einem Fenster eingebaut werden, sollte unbedingt ein Glaser hinzugezogen werden, der das passende Maß aus dem Glas herausschneiden kann.
- Auch bei allen anderen Materialien muss eine genau passende Öffnung in die Tür beziehungsweise das Fenster geschnitten werden. Auch ist es unter Umständen sinnvoll, wenn ein Schreiner zur Hand geht.
- Das gewählte Modell der Katzenklappe sollte zur Tür passen. Ist das Material besonders dick, empfiehlt sich eine zusätzliche Tunnelverlängerung.
- Wird die Katzentür an der Wetterseite des Hauses angebracht, ist eine Isolierung beziehungsweise eine Wärmedämmung gegen Wind und Nässe sinnvoll.
- Die Einstiegshöhe der Katzenklappe sollte so gewählt werden, dass der kleine Liebling bequem hindurchschlüpfen kann. Ohne sich ducken oder springen zu müssen.
Wie gewöhnt man eine Katze an die Katzenklappe?
Katzenkenner wissen es: Die sensiblen Tiere mögen keine Veränderungen! Eine neue Katzenklappe kann daher eine echte Herausforderung für den Schnurrhasen sein. Darum kann es bei der einen Katze gerade mal einen Tag dauern, ehe sie ihren Privatzugang nutzt, während es bei der anderen auch schon mal einige Wochen dauern kann.
Wichtig ist, dass man als Mensch geduldig bleibt. Und auf keinen Fall sollte man seinen Liebling zwingen, die Katzentür zu benutzen, etwa indem man sie hindurchschiebt und -drückt.
Um der Katze den Einstieg in ihre neue Erlebniswelt zu erleichtern, können ein paar kleine Tricks hilfreich sein.
Erstmal ein wenig Thunfisch oder andere Leckerlis an die Katzenklappe legen. Das kann schon mal die erste Scheu vor diesem fremdartigen Ding nehmen.
Auch wenn das Leckerli von der anderen Seite der Tür aus hereingereicht wird, kann das motivieren, den Durchgang zu nutzen.
Manche Katzen sind ganz wild auf ihr Lieblingsspielzeug. Wird ihnen das durch die offengehaltene Katzenklappe von außen gezeigt, können viele einfach nicht widerstehen.
Bei einer besonders engen Bindung zwischen Mensch und Katze reicht es oft auch schon, einfach vor der Tür zu stehen und die Katze zu rufen.