Im Handumdrehen: Die richtige Fellpflege für Hunde
Insbesondere bei Rassehunden wird viel Wert auf das Aussehen, die Struktur und den Sitz des Felles gelegt. Aber auch Mischlinge werden leider viel zu oft nur danach beurteilt, ob sie ein „schönes“ Fell haben. Dabei ist die richtige Fellpflege für Hunde nicht nur eine Sache der Optik. Vielmehr zeigt die Behaarung des Vierbeiners auch, ob er gesund ist, richtig ernährt wird und ob es ihm gutgeht. Zur Rundumversorgung des geliebten Vierbeiners gehört deshalb auch die Fellpflege für Hunde. Worauf es dabei ankommt, erfahren Sie hier.
Darum ist die Fellpflege für Hunde so wichtig
Das Hundefell ist ein Indikator für die Gesundheit: Wenn es glänzt, ist in der Regel auch das Wohlbefinden des Tieres hervorragend. Ist das Fell matt, schuppig oder unregelmäßig, kann das auf einen Nährstoffmangel oder auf Parasiten hindeuten.
Zur umfassenden Fellpflege für Hunde gehört also mehr als nur das Bürsten und Baden. Bei bestimmten Hunderassen, die einen sogenannten einschichtigen Fellaufbau – also nur das Deckhaar – haben, sollte das Fell etwa einmal im Jahr geschoren werden. Das betrifft zum Beispiel Malteser, Yorkshire Terrier oder Pudel.
Andere Rassen wie etwa Foxterrier, Rauhaardackel und Schnauzer sollten ein regelmäßiges Fell-Trimmen genießen dürfen. Dabei entfernt man durch Zupfen abgestorbenes, nicht mehr angewachsenes Haar. Fellfarbe und die Fellstruktur bleiben so erhalten.
Sowohl das Scheren als auch das Trimmen beugen störenden und potenziell gesundheitsschädlichen Verfilzungen vor.
Mit einer Fellpflege für Hunde können Herrchen und Frauchen auch krankhafte Veränderungen frühzeitig erkennen. So werden zum Beispiel durch das tägliche Kämmen oder Bürsten Parasiten wie Zecken und Flöhe schnell entdeckt und können entsprechend behandelt werden. Schmutzreste lassen sich aus einem gepflegten Fell recht mühelos herausbürsten, auch abgestorbene Hautpartikel und Haare werden entfernt.
Und nicht zuletzt stärkt die tägliche Fellpflege, die das Bürsten, Massieren und gegebenenfalls die Anwendung spezieller Pflegeprodukte für Hundehaare umfasst, auch das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Ihnen und Ihrem besten Freund.
Fellpflege für Hunde mit kurzem Haar
Auch bei den Kurzhaarhunden wird zunächst unterschieden, ob sie über ein einschichtiges oder ein zweischichtiges Fell verfügen. Erst dann kann die Fellpflege für diese Hunde optimal gestaltet werden.
- Einschichtiges Fell: Das Deckhaar ist bei diesen Schnüffelnasen meist kurz und glatt. Normalerweise liegt es dicht an der Haut an. Ein jahreszeitlich bedingter Fellwechsel findet so gut wie gar nicht statt. Auch wenn das Fell dieser Hunde nicht verfilzt, muss es doch gepflegt werden. Hierbei bürstet man wöchentlich in Wuchsrichtung am besten mit einer Echthaar-Bürste oder einem Fellpflegehandschuh. Ein Striegel sorgt für eine gute Durchblutung und tut dem Vierbeiner richtig gut.
- Zweischichtiges Fell: Das Fell beispielsweise bei Mops oder Labrador besteht aus Deckhaar und Unterwolle. Das Deckhaar wechselt ständig, die Unterwolle jedoch zeigt im Frühjahr und Herbst meist einen deutlichen Fellwechsel.
Auch hier ist eine wöchentliche Fellpflege für Hunde mit einer weichen Bürste angesagt. Die Unterwolle sollte zusätzlich mit einer Zupfbürste, einer speziellen Hundebürste für Unterwolle oder einem Unterwollhaken bearbeitet werden. Dann nur noch mit einem feinen Hundekamm nacharbeiten, damit die Unterwolle keine „Flocken“ bildet.
Hunde mit langem Haar brauchen eine spezielle Fellpflege
Langhaarige Hunderassen sind in der Fellpflege grundsätzlich ein bisschen aufwendiger. Je nach Felldichte und Fellstruktur brauchen sie sogar eine intensive Behandlung wie beispielsweise ab und zu ein Bad mit einem rückfettenden Hundeshampoo.
Ansonsten kommt es auch hier wieder darauf an, wie das Fell aufgebaut ist.
- Einschichtiges Fell: Ist das Fell glatt wie beispielsweise beim Spitz oder Belgischen Schäferhund, reicht ein gründliches Bürsten etwa alle zwei Tage. Geeignet sind dafür eine Drahtbürste, eine Zupfbürste für Verfilzungen und ein nicht zu feiner Kamm. Bei der Fellpflege für Hunde mit einschichtigem, gelocktem Haar ist etwas mehr Pflegeaufwand nötig. Hierzu gehören zum Beispiel der Briard oder der Old English Sheepdog. Beim Bürsten muss jeder Bereich einzeln und intensiv bearbeitet werden.
- Zweischichtiges Fell: Neufundländer oder auch Chow-Chow erwarten eine besonders intensive Beschäftigung mit ihrer Fellpflege. Sie haben eine Menge unterschiedlich starker Unterwolle, die am besten täglich ausgebürstet werden sollte. Ohne eine Zupfbürste und einen Unterwollhaken stoßen Herrchen und Frauchen hier schnell an ihre Grenzen. Mit dem Haken wird die Unterwolle zunächst sanft von der Haut gelöst. Die Bürste sorgt dann dafür, dass die losen Haare entfernt werden. Fährt der Kamm nach dieser Prozedur leicht durch das Fell, ist alles richtig gemacht worden.
6 Blitz-Tipps zur Fellpflege für Hunde
- Die Bürste sollte zur Länge, Textur und Dichte des Hundefells passen.
- Knoten und Verfilzungen vor dem Bürsten entwirren, damit’s dem Hund nicht ziept.
- Problemzonen wie Ohren, Achseln und Bauch sind besonders anfällig für Verfilzungen.
- Beim Fellwechsel sollte das tägliche Bürsten zum geliebten Ritual werden.
- Pflegeprodukte wie Hundeshampoos oder Conditioner sollten auf den Felltyp des Vierbeiners abgestimmt sein.
- Schon im Welpenalter sollte die kleine Schnüffelnase an die regelmäßige Fellpflege für Hunde gewöhnt werden.