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Heizungsluft schadet der Schleimhaut bei Hund und Katze

Natürlich wollen Sie nur das Beste für Ihren Vierbeiner. Deshalb sollten Sie unbedingt auf die Qualität der Luft in Ihrem Zuhause achten. Gerade jetzt, wenn die Heizung auf Hochtouren läuft, ist es wichtig zu wissen, dass diese trockene Heizungsluft Ihrer Fellnase schaden kann. Denn genauso wie bei uns Menschen kann auch bei Hunden und Katzen die Schleimhaut durch die heiße Luft austrocknen. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum dies problematisch sein kann und welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um Ihre Lieblinge zu schützen.

Geringe Luftfeuchtigkeit trocknet die Schleimhaut bei Hund und Katze aus

Die Luftfeuchtigkeit beschreibt rein physikalisch gesehen den Wassergehalt in der Luft. Mit einfachen Messgeräten wie einem Hygrometer lässt sich dieser Wassergehalt messen. Generell sollte die Luftfeuchtigkeit bei 40 % bis 60 % liegen.

Heizungsluft jedoch entzieht der Luft die Feuchtigkeit.

Wir selbst spüren das dann früher oder später beim Atmen. Das Luftholen wird schwerer, oft kratzt es im Hals, Nase und Rachen werden trocken. Ist man zu lange dieser trockenen Heizungsluft ausgesetzt, kann das sogar ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Von Juckreiz und Niesen über Nasenbluten bis hin zu trockenem Reizhusten. In der trockenen Luft können sich beispielsweise Viren, Bakterien oder Pilzsporen länger halten. Und da unsere Schleimhäute dann ausgetrocknet sind und wesentlich weniger Schutz gegen solche Erreger bieten, werden wir schneller krank.

Das Gleiche droht auch den Schleimhäuten bei Hunden und Katzen – nur schneller und gravierender!

Hier können neben Atembeschwerden auch Bindehautentzündungen und im schlimmsten Fall sogar eine Luftröhrenentzündung die Folge sein.

Schon deshalb ist es wichtig, auf eine möglichst optimale Luftfeuchtigkeit im Raum zu achten. Damit die Schleimhaut des Hundes oder der Katze fit bleibt und die Gesundheit unserer Lieblinge schützt.

Gut zu wissen: Normale Schleimhäute bei Hunden und Katzen sehen saftig rosa aus. Blasse Schleimhäute hingegen sind auffallend hell rosa, fast weiß. Das kann unter anderem auf Fieber, Flüssigkeitsverlust im Körper oder auf einen schwachen Kreislauf hindeuten.

Sind die Schleimhäute dunkelrot, kann das an einem Hitzschlag, einer Entzündung oder an einer Infektionskrankheit liegen.

In solchen Fällen ist unbedingt sofort der Tierarzt aufzusuchen!

Was hilft gegen die trockene Heizungsluft im Winter?

Um das Raumklima zu verbessern, stehen uns einige Möglichkeiten zur Verfügung. Je nach Haustier gibt es allerdings das eine oder andere zu beachten.

Abgeraten wird übrigens von Luftbefeuchtern. Sie können – vor allem bei unsachgemäßer Handhabung – wahre Bakterienschleudern sein.

Stoßlüften fördert den Sauerstoffaustausch

Öffnen Sie am besten zwei- bis dreimal pro Tag für jeweils fünf Minuten die Fenster. Ideal wäre es sogar, Durchzug zu schaffen, indem mindestens zwei gegenüberliegende Fenster gleichzeitig weit geöffnet werden.

  • Aber Vorsicht! Kleintiere wie Nager oder Vögel sollten mit ihren Käfigen dabei auf keinen Fall im Zug stehen. Und wenn die Katze nur darauf gewartet hat, endlich wieder nach draußen zu kommen, sollte sie während des Lüftens natürlich in einem anderen Raum untergebracht werden. Gerade bei Katzen ist es auch wichtig, dass das Fenster nicht gekippt wird. Schnell kann es da zu einem Unglück kommen, wenn „Schnurri“ versucht, sich nach draußen zu zwängen und im Fensterspalt steckenbleibt.

Zimmerpflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit

Zimmerpflanzen verdunsten das Gießwasser über die Blätter. Für ein gutes Raumklima sorgen vor allem Pflanzen, die viel Wasser verbrauchen und die Luft natürlich reinigen. Dazu gehören beispielsweise die Grünlilie oder der Zimmerfarn.

Das besser nicht: Einige Zimmerpflanzen sehen zwar hübsch aus und verbessern das Raumklima. Aber sie sind giftig für Hunde oder Katzen! Verzichten sollten Sie deshalb unter anderem besser auf:

  • Aloe Vera
  • Alpenveilchen
  • Amaryllis
  • Birkenfeige
  • Bogenhanf
  • Dieffenbachie
  • Efeutute
  • Einblatt
  • Ficus
  • Flamingoblume

Wasserschalen auf der Heizung

Eine Schale mit Wasser auf dem Heizkörper befeuchtet die Luft und sorgt für eine schützende Schleimhaut bei Hund und Katze. So mancher Stubentiger könnte sich allerdings gestört fühlen, wenn sein Lieblingsplatz auf dem Heizkörper plötzlich besetzt ist …

  • Etwas aufpassen: Steht das warme Wasser zu lange in der Schale, kann es zum idealen Nährboden für Bakterien und Keime werden. Deshalb sollte das Wasser täglich gewechselt und die Schale gut gereinigt werden.

So stärken Sie die Schleimhaut des Hundes

Die Trockenheit der Heizungsluft in der Wohnung kann die Schleimhäute bei Hund, Katze und anderen Haustieren also schnell austrocknen. Die natürliche Abwehrfunktion der Tiere gegen Keime ist dadurch beeinträchtigt.

Oft ist es zudem so, dass im Winter seltener Gassi gegangen wird, der Himmel ist meist trübe, es wird später hell und früher dunkel. Also muss der Körper des Hundes – und der der Katze selbstverständlich ebenfalls – mit weniger Sonnenlicht auskommen. Für das Immunsystem bedeutet das zusätzlichen Stress. Die Folge: Infektionskrankheiten, Entzündungen und allgemeines Unwohlsein nehmen bei vielen Tieren im Winter durch die trockenen Schleimhäute zu.

Um das zu verhindern, kann es im Herbst und Winter daher sinnvoll sein, sowohl die Immunabwehr als auch die Atemwege des Hundes zu unterstützen und zu pflegen. Das Futter sollte also dementsprechend nährstoffreich sein und darf nach Rücksprache mit dem Tierarzt auch gerne mit Vitaminen und/oder Mineralstoffen angereichert werden.

Auch bestimmte Kräuter können helfen, die Schleimhaut bei Hund und Katze zu pflegen und feuchtzuhalten. Das unterstützt die natürliche Selbstreinigungsfunktion und damit die Immunabwehr. Vorausgesetzt natürlich, dass die geliebte Fellnase das Futter dann nicht verweigert.

Folgende Kräuter haben sich als Futterbeigabe vor allem bei Hunden bewährt:

  • Eibischwurzel ist reich an natürlichen Schleimstoffen, die Feuchtigkeit an sich binden. Dadurch werden die Schleimhäute beim Hund gepflegt und ihre natürliche Selbstbefeuchtung unterstützt.
  • Fenchelsamen werden frisch zerstoßen und dem Futter beigemengt. Seine Inhaltsstoffe erleichtern das Atmen und unterstützen die natürliche Selbstreinigungsfunktion der Atemwege.
  • Süßholz unterstützt die Bronchien und stärkt die Atemwegs-Schleimhäute bei Hund und Katze. Außerdem reguliert Süßholz die Verdauung und die Darmflora.
  • Spitzwegerich pflegt den Rachen und die Atemwegs-Schleimhäute bei trockener Heizungsluft. Zudem kann er das Immunsystem der Tiere stärken.