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Die Auswahl ist groß – aber welche Hundeleine braucht man wirklich?

Von schlichten Nylonleinen über innovative Roll-Leinen bis hin zu speziellen Modellen für Training und Sport – wer eine neue Hundeleine braucht, kann schnell mal überfordert sein! Doch welche Leine ist wirklich die richtige für Sie und Ihren vierbeinigen Freund? Finden Sie hier eine Orientierungshilfe, die perfekte Hundeleine auszuwählen, die sowohl Komfort als auch Sicherheit bietet.

Bei der Hundeleine kommt es (auch) auf den Zweck an

In erster Linie soll eine Hundeleine natürlich dafür sorgen, dass die Fellnase nicht einfach davonrennt, wenn es ihr danach ist. Die Leine gibt also Sicherheit und Kontrolle für den Hund sowie für Herrchen oder Frauchen. Sie stellt zugleich eine Verbindung her, die beiden guttut. Vorausgesetzt natürlich, die Hundeleine ist richtig gewählt.

Darüber hinaus aber kann die Leine weitere Funktionen haben. Dabei kommt es darauf an, zu welchem Zweck sie am Halsband oder Geschirr befestigt wird.

Beim Spaziergang über Wiesen und Felder kann nämlich eine ganz andere Hundeleine sinnvoll sein als etwa auf einer längeren Wandertour oder beim Bummel durch die Stadt. Hier kommt es durchaus auf die Länge an!

Vergessen sollte man auch nicht, dass eine Hundeleine vor allem bei jüngeren Vierbeinern, die noch recht verspielt sind und ihre Grenzen ausloten wollen, außerdem ein nützliches Erziehungsinstrument ist. Sie fördert die Interaktion zwischen Ihnen und Ihrem Hund.

Welche Leine in welcher Situation am geeignetsten ist, zeigt Ihnen unser Überblick!

Die klassische Hundeleine: Führleine

Während eines normalen Spaziergangs, bei dem der Hund angeleint sein muss, ist die Führleine unerlässlich. Die zwei Meter lange Leine zählt zu den klassischen Varianten und wird Ihnen in sämtlichen Situationen ein verlässlicher Begleiter sein.

Etwas mehr Bewegungsfreiheit bieten extra lange Führleinen mit einer Länge von drei Metern. Sie geben dem Hund mehr Bewegungsfreiheit. Dadurch kann er gemütlich laufen, bleibt aber zugleich nah genug bei Herrchen oder Frauchen, damit diese je nach Situation gut reagieren können.

Hundeleinen als Führleine gibt es meist aus Leder oder Gurtband, beliebt sind sie auch als geflochtene Hundeleine. Dem Hund verschafft sie ein angenehmes Tragegefühl, gleichzeitig wird für einen sicheren Halt gesorgt, auch wenn sie beispielsweise als Joggingleine genutzt wird. Die Führleine lässt sich einfach und unbedenklich am Halsband anbringen. Durch die relativ geringe Länge bleibt der Druck auf die Hundeleine und auf den Hals sehr niedrig.

Mit dem Kurzführer auch durch Menschenmengen

Gerade in der Fußgängerzone oder auch in öffentlichen Verkehrsmitteln sollte der Hund immer dicht am Bein des Menschen bleiben. Hier eignet sich ein sogenannter Kurzführer mit einer Länge von maximal 45 Zentimetern. Er bietet beste Sicherheit und Kontrolle. Auch für die Hundeerziehung ist diese Leinenform geeignet.

Gute Hundeleine für die Erziehung: die Cityleine

Eine Variante des Kurzführers ist die sogenannte Cityleine. Mit einer Länge von etwa 1 Meter ist sie perfekt für das Stadttraining auch schon von Welpen. Einerseits schenkt sie die vertraute Nähe zu Herrchen oder Frauchen und gibt dem Vierbeiner so Sicherheit. Andererseits bleibt auch genug Raum, um hier und da all die aufregenden Düfte zu erforschen. Und für den Menschen am anderen Ende der Hundeleine gibt sie ausreichend Kontrolle über den Hund.

Die robuste Moxonleine

Eine Moxonleine, auch bekannt als Retrieverleine, bietet im Vergleich zur herkömmlichen Hundeleine zahlreiche Vorteile. Sie wird nicht nur als besonders sanft, sondern auch als äußerst zuverlässig angesehen. Sie eignet sich hervorragend zum Beispiel fürs Agility-Training.

Die Vorzüge einer Retrieverleine:

  • Leine und Halsband sind aus einem einzigen Stück gefertigt.
  • Die Halsung ist stufenlos verstellbar.
  • Ein Zugstopp sorgt dafür, dass Ihr Hund nicht gewürgt wird.
  • Weniger anfällig für Brüche oder mangelhafte Verbindungen.

Eine Schleppleine bietet den meisten Freiraum

Wenn der Hund – aus welchen Gründen auch immer – auch da nicht frei rennen darf, wo genügend Platz wäre, eignet sich die Schleppleine als Hundeleine hervorragend. Schleppleinen, die zwischen 5 und 20 Metern lang sein können, bieten den Hunden eine erhebliche Bewegungsfreiheit. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, Ihren vierbeinigen Begleiter loszulassen und ihn mehr oder weniger ungehindert umherlaufen zu lassen. Vorausgesetzt, die Halter bleiben stets in der Nähe der Leine, können sie diese jederzeit ergreifen. Eine Schleppleine ermöglicht es somit, Spiele zu spielen oder Kommandos zu trainieren, selbst wenn man sich außerhalb des eigenen Gartens befindet.

Für das Hundetraining ist sowohl eine Schleppleine als auch passendes Geschirr unerlässlich. Beide Utensilien sollten stets in Kombination verwendet werden, da eine Schleppleine, die am Halsband befestigt ist, zu schweren Verletzungen führen kann. Wenn die Leine gespannt ist und der Hund mit voller Geschwindigkeit läuft, erzeugt er eine derart hohe Kraft, dass der Rückstoß für Hals und Wirbelsäule schädlich sein kann.

Optimal lässt sich das Training auf weitläufigem Gelände durchführen, wo sich die Hundeleine nicht verheddern kann.

Roll-Leine: Für viele die praktischste Hundeleine

Sehr handlich ist die Roll-Leine mit einer Länge von 3 bis 9 Metern. Diese spezielle Hundeleine zieht sich auf Knopfdruck selbst zurück. Der Hund hat mit ihr die Möglichkeit, in einem angenehmen Umkreis an der Leine zu laufen, den Herrchen oder Frauchen bestimmen. Dadurch besteht keine Gefahr, dass Fifa oder Laila irgendwo hängen bleiben oder die Hundeleine durch den Matsch schleift.

Ein Nachteil ist allerdings, dass die Leine in vielen Fällen ständig unter Spannung steht und somit kontinuierlich Druck auf den Hals- und Nackenbereich des Hundes ausgeübt wird. Aus diesem Grund sollte sie besser in Kombination mit einem Geschirr verwendet werden.