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Artgerechtes Vogelfutter für Käfig und Voliere

Vögel sind faszinierende Tiere, die mit ihrer Farbenpracht und ihrem Gesang unsere Herzen erfreuen. Umso wichtiger ist es, ihnen ein artgerechtes Zuhause zu bieten. Dazu gehört auch das richtige Vogelfutter! Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre gefiederten Freunde mit ausgewogener Ernährung verwöhnen können, die ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht. Wir zeigen Ihnen, welche Nahrungsmittel für Käfigvögel und Volierenvögel besonders geeignet sind und wie Sie eine abwechslungsreiche Futterauswahl zusammenstellen können. Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie, wie einfach es ist, das Wohlbefinden Ihrer Vögel zu fördern!

Welches Vogelfutter für welchen Vogel?

Es gibt eine schier unendliche Zahl verschiedener Vogelarten, die sich im geräumigen Käfig oder in der Voliere halten lassen. Dementsprechend unterschiedlich sind natürlich auch die Bedürfnisse der jeweiligen Art. Denn es ist ja logisch, dass ein Graupapagei ein anderes Futter braucht als ein Kanarienvogel.

Wenn es also um die Frage geht, welcher unserer gefiederten Freunde eher mit Obst und Gemüse und welcher ausschließlich mit Körnern gefüttert werden sollte, müssen wir uns die beliebtesten Käfig- und Volierenvögel mit ihren jeweiligen Bedürfnissen etwas genauer anschauen.

Vogelfutter für Papageien

Auch als Haustier sollten Papageien in etwa das gleiche essen können, was sie auch in freier Natur finden würden. Mit einer ausgewogenen Mischung aus Obst, Gemüse, Keimen und Körnern ist der erste Schritt dabei schon mal getan.

Zu einem guten Papageien-Futter gehören:

  • Körner als Grundlage eines durchdachten Ernährungsplans für Papageien. Achten Sie jedoch darauf, dem Tier eine ausgewogene Mischung aus fettreichen, kohlenhydrat- und eiweißhaltigen Körnern anzubieten. Ideal sind Mischungen mit einem hohen Anteil an Hirse, geschältem Hafer, Leinsamen, Buchweizen oder Rübensamen.
  • Obst sichert als Mix im Vogelfutter eine ausreichende Vitaminversorgung. Besonders Früchte wie Äpfel, Birnen, Aprikosen, Bananen, Kirschen und Ananas werden von Papageien gut vertragen. Von Früchten mit hohem Säure- oder Gerbstoffgehalt wie Mandarinen, Orangen oder Grapefruit sollte jedoch abgesehen werden.
  • Gemüse wie Blumenkohl, Gurke, Paprika, gelbe Rüben, Sellerie, Artischocken und Karotten können sowohl roh als auch gekocht angeboten werden. Auch gegarte Kartoffeln oder gedämpfter Reis sind geeignete Futteroptionen.
  • Kräuter und Wildblumen sind ebenfalls sehr vitaminreich und nahrhaft für alle Papageienarten. Sehr gut eignen sich Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Kamille, Pfefferminze, Petersilie, Kresse oder Estragon.
  • Nüsse und Kerne enthalten viele gesunde Nährstoffe – doch leider auch viel Fett. Deshalb sollten sie nur sparsam als besondere Leckerbissen angeboten werden.

Großsittiche benötigen ein etwas anderes Vogelfutter

Großsittiche wie zum Beispiel Rosellasittich, Gelbbauchsittich, Pflaumenkopfsittich oder Alexandersittich erfreuen sich hierzulande bei Freunden der gefiederten Exoten immer größerer Beliebtheit. Und auch wenn ihre Ernährung der von den größeren Papageien recht ähnlich ist – einige kleine Besonderheiten gilt es dann doch zu beachten.

So haben die meisten Großsittiche eine Vorliebe für Kolbenhirse – ein gutes Mischfutter für Wellensittiche ist also ideal. Fettreiche Ölsamen hingegen führen schnell zu Übergewicht sowie einer ungesunden Fettspeicherung.

Zusätzlich sind Obst, Gemüse, Früchte und frisches Grünzeug wichtige Bestandteile als Vogelfutter für Großsittiche. Dazu gehören unter anderem Löwenzahn, Möhrengrün und Möhren, Gurken, Äpfel und Weintrauben.

Beeren von Eberesche, Feuerdorn, Hagebutte und Weißdorn stellen eine besondere Delikatesse für den Sittich dar.

Tipp: Nur wenn Großsittiche Nachwuchs aufziehen, benötigen sie zusätzlich ein spezielles Eifutter oder Weichfutter.

Das passende Vogelfutter für unsere Lieblingsvögel zu Hause

In Deutschland werden etwa drei Millionen Wellensittiche gehalten und etwa gleich viele Kanarienvögel.

Damit gehören sie zu den beliebtesten Käfig- und Volierenvögeln hierzulande. Grundsätzlich verstehen die beiden Arten sich im Allgemeinen auch gut miteinander. Nur beim Vogelfutter unterscheiden sich ihre Bedürfnisse ein wenig.

  • Futter für Wellensittiche: Wellensittiche kommen in der Regel prima mit dem im Fachhandel erhältlichen und hochwertigen Grundfutter aus verschiedenen Hirsesorten und etwas geschältem Hafer aus. Zusätzlich etwas Kolbenhirse, junge Blätter von Löwenzahn, Vogelmiere und Holunderbeeren sowie Endivie, Salat, Äpfel, Bananen, Weintrauben und geriebene Möhren machen den Piepmatz richtig glücklich. Kommt dann noch hin und wieder die Rinde frischer Zweige von Obstbäumen und anderen Laubbäumen sowie ein bisschen Kalk für ein schönes Gefieder hinzu, fühlt sich der Sittich pudelwohl.
  • Futter für Kanarienvögel: Kanarienvögel erfreuen sich ebenfalls an den speziell für sie zusammengestellten Körnermischungen. Dieses Vogelfutter ist weniger fetthaltig als das für Wellensittiche. Dazu Kräuter, Gemüse und hin und wieder ein bisschen Obst ergänzen das Grundfutter prima. Ein hart gekochtes Ei, Frischkäse oder Quark einmal die Woche deckt den relativ hohen Eiweißbedarf der „Starsinger“.
  • Futter für Nymphensittiche: Nymphensittiche sind eigentlich kleine, schlanke Papageien, die mit ihrer hohen Intelligenz bestechen. Ornithologisch gesehen zählt man sie seit einiger Zeit jedoch zu den Kakadus. In der Natur suchen Nymphensittiche ihr Futter am Boden. Sie haben eine Vorliebe für Grassamen – auch Baumsaaten sind sehr geschätzt. Hinzu kommen Hirse und Beeren. Vorsicht: So einige fertige Nymphensittich-Futtermischungen enthalten leider oft zu viel Fett durch Sonnenblumenkerne und häufig sogar Zucker und Granulate. Gar nicht gut, weil die Vögel damit schnell zu echter Fettleibigkeit neigen. Ergänzen Sie lieber eine hochwertige Nymphensittich-Futtermischung mit Obst und Gemüse, Kräutern sowie Mineralien und (wenig!) Eiweißen.